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Ist die Zuordnung von Zuständigkeiten noch zeitgemäß?

Mang (mang) on Dec 13 2018

Der Arbeitswelt wird immer mehr vorausgesagt, dass sie sich vor allem über Flexibilität weiter entwickeln kann. Dabei wird automatisch auch darüber diskutiert, wie flexibel die Mitarbeiter dabei sein müssen. Sind klassische Stellenbeschreibungen noch sinnvoll?

Der Arbeitswelt wird immer mehr vorausgesagt, dass sie sich vor allem über Flexibilität weiter entwickeln kann. Dabei wird automatisch auch darüber diskutiert, wie flexibel die Mitarbeiter dabei sein müssen. Sind klassische Stellenbeschreibungen noch sinnvoll?

In der Literatur und Beiträgen in der Wirtschaftspresse gibt es immer mehr Artikel darüber, dass die Arbeitswelt agiler gestaltet werden muss und die Mitarbeiter flexibel im Unternehmen eingesetzt werden sollten. So wird in einer Kolumne der Wirtschaftswoche sogar von der Stellenbeschreibung als ein „Relikt des frühen 20.Jahrhunderts“ gesprochen . Demnach sollten keine Zuständigkeiten mehr verteilt werden, sondern die Frage „Wer kann‘s am besten?“ im Fokus stehen. Vorteile wären vor allem, dass Mitarbeiter flexibel eingesetzt werden könnten, als Hilfe, als Ersatz und als Ergänzung für einen fortlaufenden Betrieb. Diese Argumente haben wohl ihre Berechtigung, aber es gibt durchaus auch Argumente, warum Zuständigkeiten und Stellenbeschreibungen weiterhin notwendig sind:

Ein entscheidendes Element ist die Zertifizierung eines Unternehmens nach verschiedenen DIN-Normen. Als konkretes Beispiel sei hier die ISO 27001 ff. genannt. Für einen angemessenen Schutz der kritischen Infrastruktur bedarf es demnach einer vollständigen Inventarisierung der Assets und nach dem Anwendungsbereich der Norm die Definition klarer und zweifelsfreier Verantwortlichkeiten für die identifizierten Werte. Zudem muss auch ein Verantwortlicher für die Informationssicherheit bestimmt werden. Diesen Bestimmungen Rechnung zu tragen sind wichtige Voraussetzungen für die Zertifizierung eines Unternehmens nach 27001ff. Energieversorger, die Betreiber kritischer Infrastruktur sind, sind mittlerweile sogar gesetzlich dazu verpflichtet, einen Teil nach der ISO 27001 gemäß §11 EnWG zertifizieren zu lassen und kommen folglich nicht ohne die Festlegung von Zuständigkeiten aus.

Auch die ISO 9001 verlangt nach der Zuweisung von Verantwortlichkeiten und wird in vielen Unternehmen und Branchen eingesetzt. Man sieht also, dass viele Unternehmen gar nicht ohne das „Relikt Stellenbeschreibung“ können.

Zu hinterfragen ist zudem die Herangehensweise bei der Akquisition von Mitarbeitern, wenn keine klaren Stellenprofile vorliegen, nach denen gesucht werden kann. Wie kann man vorab bewerten, ob eine Person für eine Stelle geeignet ist, wenn man deren Aufgaben noch nicht im Detail kennt?

Die Verbannung von Zuständigkeiten wird daher nicht so schnell aus der Arbeitswelt von statten gehen und stellt vorab noch viele offene Fragen. Auch in unserer täglichen Arbeit als Berater haben wir häufig mit dem Thema zu tun, es war uns wichtig, hier einen kleinen Gedankenanstoß dazu zu leisten.

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